Seit 1977 widmet sich Sea Shepherd dem Schutz der Weltmeere und ihrer Bewohner und hat sich u.a. mit waghalsigen Manövern im Kampf gegen illegale Fischerei und Walfang einen Namen gemacht. Die Organisation finanziert sich durch Spenden und den Verkauf von Merchandisingartikeln. Neben der direkten Aktion auf hoher See für den Erhalt der sensiblen maritimen Ökosysteme setzt Sea Shepherd auf Aufklärungskampagnen. Dass es dabei trotz ernster Themen wie den verheerenden Auswirkungen von Plastikmüll auf die Meere auch spielerisch zugehen kann, zeigt die 2017 gemeinsam mit der Schanghaier Agentur Fred & Farid umgesetzte Kampagne Pollutoys: Um auch die Jüngsten für den Artenschutz und die prekäre Lage der Meerestiere zu sensibilisieren, wurden in Zusammenarbeit mit Pädagogen aus dem Bereich frühkindlicher Erziehung sowie der ungarischen Designerin Andrea Vida sogenannte Educational Toys hergestellt – eine Kollektion von acht Stofftieren in Gestalt unterschiedlicher Meeresbewohner wie einem Delphin, einem Pinguin, einer Schildkröte oder einem Wal.

seashepard Pinguin IMG 2350 - Aus dem Bauch heraus
seashepard WAL IMG 2345 - Aus dem Bauch heraus
Im Bauch dieser Stofftiere befindet sich, hinter einem Reißverschluss verborgen, Plastikmüll, wie er in den Weltmeeren zu finden ist und dort allzu oft in den Mägen der Tiere landet – natürlich sicher und kindgerecht umgesetzt mit Bechern, Besteck, Flaschen und Tüten aus Stoff. Jedes Tier bringt auf einer Karte außerdem eine kurze Geschichte mit, in der erzählt wird, was ihm zugestoßen ist und wie Kinder helfen können. Die Pollutoys kamen 2017 in Dutzenden Kindergärten und Vorschulen u.a. in den Niederlanden und in China zum Einsatz und wurden von diversen internationalen Bildungseinrichtungen wie CompaNanny, Orange Panda oder Magnolia Kindergarten in deren pädagogische Arbeit eingebunden.

// Claudia Pfeifer

www.ffcreative.com
www.sea-shepherd.de

Fotos: Sabine Klüser, © WA Media

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