Als Jacob Ritter vor 90 Jahren – am 15. September 1928 – seine Kistenfabrik in Brensbach, eröffnete, konnte er nicht ahnen, den Grundstein für einen überaus erfolgreichen, inzwischen international agierenden Kugelschreiberspezialisten gelegt zu haben.

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Luftaufnahmen des Firmengeländes, das kontinuierlich an neue Herausforderungen angepasst wurde. Es umfasst aktuell rund 16.500 qm.

Mit der Weltwirtschaftskrise ab Ende der 1920er Jahre und dem damit verbundenen allgemeinen Niedergang der holzverarbeitenden Industrie entschloss sich der Firmengründer zu einer Erweiterung seines Unternehmens, indem er die Verarbeitung thermoplastischer Kunststoffe aufnahm. Später gehörten u.a. Puderdosen, Fernsehergehäuse und Zigarettenspitzen zum Produktportfolio. Ab 1950 wurden dann ausschließlich Kugelschreibergehäuse produziert, der erste Druckkugelschreiber mit Kunststoffmechanik kam 1956 auf den Markt. Die 1960er Jahre standen ganz im Zeichen der Expansion des Unternehmens, so wurden die Gebäude für die Spritzerei und den Werkzeugbau errichtet. Ein Meilenstein der Firmenhistorie ist das Jahr 1972, das Geburtsjahr des legendären Kugelschreibers 280, der ein Vierteljahrhundert im Programm war und neue Standards in der Schreibkultur setzte.

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Firmengründer Jacob Ritter begeisterte sich für Maschinenbau und Elektrotechnik.

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Geschäftsführer Jürgen Riedel (l) und geschäftsführender Gesellschafter und Enkel des Firmengründers Arno Ritter.

 

Arno Ritter, heutiger Inhaber und Enkel von Firmengründer Jacob Ritter, übernahm 1994 die Verantwortung für das Unternehmen, das er heute gemeinsam mit Jürgen Riedel führt, ebenfalls bereits seit über 30 Jahren bei Ritter-Pen. Das Firmengelände in Brensbach, wo rund 120 Mitarbeiter beschäftigt sind, umfasst mittlerweile rund 16.500 qm, davon sind ca. 11.000 qm Produktionsfläche. Hier wird vor Ort alles unter einem Dach produziert – vom Werkzeugbau in der eigenen Schlosserei über Spritzguss und Montage bis hin zur Bedruckung bzw. Veredelung, Konfektionierung und Versand. Dabei werden nicht fertig montierte Kugelschreiber gelagert, sondern die diversen, untereinander frei kombinierbaren Komponenten – rund 110 Mio. Einzelteile –, die ein schier unbegrenztes Spektrum unterschiedlicher Varianten gestatten. Einige Veredelungen – z.B. Lasergravuren – werden in Polen und Tschechien umgesetzt, seit 2001 produziert man zudem im chinesischen Ningbo mit der eigenständigen Tochter Ningbo Ritter Stationery Ltd. Promotion Co.
 
 
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1972 wurde der legendäre Kugelschreiber 280 aus der Taufe gehoben.

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Dem Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedanken zollt Ritter-Pen mit der 2018 gegründeten Marke Ritter Cares Tribut. Die Schreibgeräte werden u.a. aus recycelter Pappe, nachwachsendem Celluloseacetat und „Post-Consumer Recycled Plastic“ gefertigt.

 

 

 

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