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Während ars Parfum Düfte kreiert und vertreibt, bespielt ars Design den Werbeartikelmarkt mit Produkten rund um die Themen Frische und Kosmetik. Beiden gemeinsam ist die Leidenschaft fürs Metier und die Liebe zum Detail. Mit Kompetenz und Kreativität setzen sie auf die Kraft von Düften und geben Unternehmen und Marken mehr Profil.

Seit 20 Jahre sind Guido und Kerstin Schmitt als Dienstleister im Reich der Düfte unterwegs. Ihr Business: die Kreation von Duftwelten – von unverwechselbaren Parfums über Frischesprays und Sonnenmilch bis hin zu Bodylotions und Showergels. Während sich Guido Schmitt mit ars Parfum auf den Fachhandelsbereich spezialisiert hat, bedient Kerstin Schmitt mit ars Design den Werbeartikelmarkt.

Im Kölner Süden liegt die Schaltzentrale der Experten für Duft und Kosmetik. Rund zwei Mio. Euro werden hier jährlich umgesetzt. Der Exportanteil liegt bei etwa 20%. „Wir setzen auf Innovationen und versuchen stets kreative Lösungen umzusetzen“, so Guido Schmitt zur Positionierung in der Parfumbranche. Die Kreation von Essenzen ist dabei nur ein Aspekt. Auch Flakons, Kappen, Pumpen und Verpackung sind wichtige Bestandteile, die das Gesamtkonzept Parfum ausmachen. „Das Auge riecht bekanntlich mit“, so Schmitt.

Mit seinem Unternehmen setzt der Geschäftsführer eine alte Familientradition in dritter Generation fort.  Er selbst begann seine Laufbahn bei einem Parfumeur in Grasse. „Das Duftgeschäft ist inzwischen sehr international geworden. Große Player sitzen z.B. in der Schweiz, in Frankreich und in Japan“, so Guido Schmitt. Während die meisten seiner Duftstoffe aus Frankreich und Deutschland stammen, bezieht er Flakons und Kappen aus der ganzen Welt – Hunderte von Varianten sind als Muster vor Ort in Köln.

Die Kernkompetenzen des Unternehmens sind die Entwicklung von Düften für Marken und Unternehmen sowie der Parfum-Vertrieb. „Im Handelsbereich arbeiten wir seit vielen Jahren mit den führenden Parfümerie und Kaufhaus- und Textilunternehmen zusammen. Für diese Partner entwickeln wir maßgeschneiderte Produkte wie Parfum, Duschgel, Bodylotion und dekorative Kosmetik“, erklärt Guido Schmitt. Daneben tritt ars Parfum auch als Lizenznehmer auf. Der Duft zur Fifa WM 2006 stammt z.B. aus der Kölner Kreativschmiede. Als exklusiver Lizenznehmer vertreibt das Unternehmen außerdem Parfumserien von Viventy by Bernd Berger und Alfredo Pauly.

Gerüche sind elementar

Jedes Duftkonzept ist das Ergebnis eines intensiven Prozesses. Zwischen vier und neun Monaten dauert es in der Regel, bis das Produkt steht. Zunächst werden Markenphilosophie und -auftritt, Produktaussage und Werbebotschaft analysiert. „Zu Beginn dieses Prozesses laden wir unsere Kunden zu einem Initialmeeting ein. Zusammen entwickeln wir dann ein speziell auf das Produkt oder die Marke zugeschnittenes Konzept und sprechen über Flakons und Kappen“, beschreibt Guido Schmitt das Prozedere. Danach geht es peu à peu an die konkrete Übersetzung – in Düfte, Formen und Farben.

Ein sehr individueller Prozess, der viel Fingerspitzengefühl, Intuition und Erfahrung erfordert. „Nehmen wir z.B. den Automobilbereich – während Audi hier mit ‚Vorsprung durch Technik’ wirbt, heißt es bei BMW ‚Freude am Fahren’. Das sind zwei ganz unterschiedliche Visionen, aus denen sich auch andere Gestaltungskonzepte für die Düfte ergeben“, erklärt Schmitt. „Das heißt, wir müssen uns jedes Mal aufs Neue und sehr individuell überlegen, wie wir typische Formen in Flakon und Kappe aufgehen lassen oder wie wir Farbwelten in das Verpackungskonzept integrieren. Rezepte gibt es bei dieser Arbeit nicht. Hier ist Inspiration gefragt.“

Gelingt die passgenaue Übersetzung, so steckt in den Düften nicht nur Umsatzpotenzial. Das olfaktorische Erleben einer Marke kann auch die Bindung zu ihr stärken. „Gerüche sind elementar, ohne dass sie offensichtlich wären. Und deshalb kann man mit ihnen sehr subtil Markenbindung betreiben“, so Schmitt. Hinzu kommt, dass Marken über den Duft ihr Profil schärfen können. „Je stärker ich als Marke mein Profil ausdifferenziere – z.B. mit olfaktorischen Erlebnissen, desto erkennbarerer werde ich. Düfte sind eine große Chance, aus dem Markenbrei herauszutreten.“

Doch es sind nicht nur marken- und produktspezifische Merkmale, sondern auch länderspezifische Besonderheiten, die bei der Duftkreation berücksichtigt werden müssen, z.B. die Größe der Flakons. „Während Araber, Franzosen und Amerikaner Größen ab 100 ml bevorzugen, gehen hierzulande auch die kleinen Flakongrößen recht gut“, konkretisiert Kerstin Schmitt, Geschäftsführerin von ars Design. Auch die so genannten Duftfamilien kommen nicht in allen Ländern gleich gut an. So entwickelte ars Parfum für den russischen Markt einen ganz speziellen, schweren floral-orientalischen Duft, der in Deutschland nur wenige Liebhaber findet, in Russland jedoch extrem gut ankommt.

Das jüngste Projekt der Parfummanufaktur ist die Kreation einer Eigenmarke, die im Herbst auf den Markt kommen wird. Mojo – so der Name des Duftkonzeptes, das im Format an ein Handy erinnert und in einem Säckchen verpackt wird. Als schmuckes und gleichzeitig trendiges Beiwerk: Feder und Münze. Der Markenname stammt übrigens aus dem Afrikanischen und bezeichnet ein Säckchen mit geheimnisvollen Inhaltsstoffen, das als Talisman fungiert.

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Kerstin Schmitt von ars Design und Guido Schmitt von ars Parfum

 

Frische für unterwegs

Während ars Parfum für Handelspartner und als Lizenznehmer tätig ist, bedient ars Design die Werbeartikelbranche. Das Parfum rückt hier in den Hintergrund zugunsten von Themen wie Frische und Kosmetik. „Für einige Unternehmen sind Parfums als Werbeträger interessant. Bei den meisten Unternehmen stößt man damit jedoch schnell auf Ablehnung“, erklärt Kerstin Schmitt. Der Grund: Das Produkt ist zu persönlich. Es kommt dem Endkunden zu nah. „Wenn man sich vorstellt, dass auf einem Parfum ‚Stadtwerke Bonn’ steht, dann passt das einfach nicht zusammen. Wenn ich dagegen von Frische für unterwegs spreche, dann schon“, so Kerstin Schmitt weiter.

Zum Angebot steht alles, was flüssig genug ist, um es zu pumpen. Darunter Frischesprays, Sonnenschutzmittel, Thermalwasser, Desinfektions- und Fußdeospray. Und auch hier können Unternehmen die Duftrichtung entsprechend der Zielgruppe und der Funktion auswählen. „Mit Aromadüften können wir ganz bestimmte Ansprüche unterstützten“, so Kerstin Schmitt. „Z.B. wirkt Zitronengras leistungsfördernd und stimulierend, während Rosmarin und Lavendel eine beruhigende Wirkung haben.“

Trotzdem setzen die Duftexperten nicht immer alles um, was gewünscht wird. „Wir hatten mal eine Anfrage nach einem Duft, der nach verbranntem Gummi riechen sollte – so wie ein Kavaliersstart an der Ampel. Das konnten wir dem Kunden glücklicherweise ausreden“, erzählt Kerstin Schmitt. „Das ist zwar ein schöner Gag, doch was soll der Kunde nach dem Überraschungsmoment mit 50 ml einer stinkenden Essenz.“

Dennoch gibt es kaum etwas, das die Duftspezialisten nicht realisieren könnten. Neben eigenen Systemen, Patenten und Geschmacksmustern leistet die Nähe zu ars Parfum auch maßgeschneiderten Duftkreationen Vorschub. Ein hoher Qualitätsanspruch zieht sich durch die gesamte Produktionskette. „Bei den Parfumsprays verwenden wir z.B. ausschließlich Glas. Im Vergleich zu Kunststoff wiegt es mehr, wirkt damit wertiger und verfügt außerdem über eine höhere Dichtigkeit, so dass sich der Duft nicht so schnell verflüchtigt“, so Schmitt. Zwischen 150.000 und 200.000 farbbesprühte Flakons sind ständig auf Lager, damit individuelle Kundenanfertigungen schnell und professionell umgesetzt werden können.

Unter den Bestsellern des Kölner Unternehmens rangiert das sogenannte Pocket Spray – inklusive verschiedener Verpackungsvarianten wie dem vierseitigen Mailing-Booklet oder der Plexi Geschenkverpackung. Wie aus diesem Werbeartikel eine gleichsam originelle und aufmerksamkeitsstarke Kampagne entstehen kann, zeigt das Beispiel von AHA! Als Instrument zur Selbstvermarktung entwickelte die Kölner Agentur für Handelsmarketing das neue Breitband-Therapeuticum „Zickosan“ mit dem besonderen „Wirkstoff gegen Herumzicken und Zickenbefall zu Hause und am Arbeitsplatz“. Die Ingredienzien im praktischen Pocket Spray wirken u.a. gegen „Missgunst und unmotiviertes Türenknallen und sorgen so für ein angenehmes Raumklima.“

Aber nicht nur Agenturen nutzen das kreative Potenzial der Produkte. Auch Marken wie Hello Kitty und Celebrities wie Daniel Küblböck setzen erfolgreich ihre (Duft) Noten – ebenso wie Pharmaunternehmen, Softwareentwickler und Automobilbauer. Sehr häufig werden Unisex-Düfte ausgewählt. Zurückhaltend, leicht und frisch wollen die Unternehmen ihre olfaktorische Botschaft halten. „Auf breite Akzeptanz stoßen z.B. Düfte, die in die Richtung von ck one gehen“, konkretisiert Kerstin Schmitt.

Bei den Parfums darf es dagegen auch gerne markanter sein. Der Trend: charaktervolle, intensive Düfte. „Viele Jahre dominierten hier florale und fruchtige Kreationen. Heute werden die Düfte wieder kantiger – sowohl die Herren- als auch die Damendüfte. Man setzt lieber wieder ein Ausrufezeichen und zeigt damit Profil“, so Guido Schmitt. AB

www.ars-parfum.de

www.ars-design.eu

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