Best_practice_duft_stada_511x358So wie es Krankheiten gibt, über die man nicht so gerne spricht, ist auch die Werbung für entsprechende Präparate eine heikle Angelegenheit für die Pharmahersteller. Oft beschränkt sich die Kommunikation daher auf eine möglichst sachliche und präzise Darstellung der Vorteile des jeweiligen Produkts.
Einen etwas anderen Weg ging 2013 Stada Arzneimittel im Marketing für ein Abführmittel. Um die Abverkäufe des Produkts in den Apotheken zu steigern, sollte ein Onpack kreiert werden, das einerseits im Gedächtnis bleibt, andererseits der Thematik auch mit einem gewissen Augenzwinkern begegnet. „Die Vorgabe war, einen Artikel aus dem Duftsegment zu entwickeln“, beschreibt Emilia Mally von der betreuenden Werbeartikelagentur K+M die Aufgabenstellung, die schließlich in der Realisation eines eigendesignten Raumerfrischers mündete. Das Set besteht aus einer Glasschale, einem Duftstein in Form einer Rose und einem in Europa hergestellten Parfum-Öl. Inhaltsstoffe von Öl und Duftstein wurden auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit getestet und entsprechend zertifiziert.
Konzipiert für das Örtchen, an dem das beworbene Medikament seine Wirkung entfaltet, lässt sich der dezente, aber optisch ansprechende Raumerfrischer auch an anderen Orten einsetzen – „ein typisches Badezimmeraccessoire“, laut Emilia Mally, das lange über die Einnahme des Arzneimittels hinaus seine Dienste tut.
Rund 5.000 der Stada-Raumerfrischer wurden produziert und deutschlandweit in Apotheken als Zugabeartikel vertrieben. Die Resonanz auf die mutige und außergewöhnliche Onpack-Umsetzung war auch bei den Käufern am POS sehr gut. „Viele haben die Aktion mit einem Lächeln quittiert und sind mit dem Verkaufspersonal ins Gespräch eingestiegen“, so Mally.

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