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Schwedische Studie: Menschen fühlen nanometergenau

Fingerspitzengefühl: Lisa Skedung und Mark Rutland vom Institut für Oberflächenchemie an der KTH in Stockholm.

Fingerspitzengefühl: Lisa Skedung und Mark Rutland vom Institut für Oberflächenchemie an der KTH in Stockholm.
Bildquelle: KTH

„Wäre unser Finger so groß wie die Erde, könnten wir den Unterschied zwischen Häusern und Autos fühlen“: So verdeutlichen schwedische Wissenschaftler die im September 2013 veröffentlichten Ergebnisse einer Studie zum menschlichen Tastsinn. Im Rahmen empirischer Tests fand ein Team aus Psychologen und Chemikern an der Königlichen Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm heraus, dass Menschen in der Lage sind, winzige Unebenheiten von 13 nm zu erfühlen. Bisher war die Forschung davon ausgegangen, dass die Grenze der menschlichen Wahrnehmung bei 1.000 nm liegt. Darüber hinaus gelang dem Forschungsteam erstmals eine physikalische Messung des menschlichen Tastsinns. Indem die Studie erklärt, wie verschiedene Oberflächen und ihre taktile Wahrnehmung zusammenhängen, ermöglicht sie, das Reich des bislang kaum erforschten Tastsinns wesentlich genauer als bisher zu erschließen und zu kategorisieren. Und das wiederum wird in nicht allzu ferner Zukunft weitreichende Folgen für Marketing und Produktdesign haben. Denn schon bald wird es laut Mark Rutland, Professor für Oberflächenchemie an der KTH und Leiter des Projekts, möglich sein, die taktile Ästhetik von Produkten über das Design ihrer Oberfläche zu beeinflussen.

Ein Interview mit Mark Rutland folgt in der kommenden Ausgabe von Haptica. Das Magazin für den erfolgreichen Einsatz von Werbeartikeln, Nr. 6 (16. April 2014).

www.kth.se 

2016-10-21T14:23:30+00:00 13. März 2014|