© Jean-Christophe Hermier, Rita Metlovaite

© Jean-Christophe Hermier, Rita Metlovaite

Einheimische und Touristen auf Londons Straßen rieben sich bei diesem Anblick verwundert die Augen: Mitten durch das Zentrum der britischen Hauptstadt paradierten 18 außergewöhnlich gekleidete Damen und Herren mit vornehmem Gesichtsausdruck in einer langen, schweigenden Reihe – in der Hand einen aufgespannten weißen Regenschirm in asymmetrischer Form. Dabei hielt sich das englische Wetter nicht einmal an das Klischee – es regnete gar nicht. Da wusste manch einer kaum, wohin er zuerst gucken sollte: Auf die Kleider? Auf die Schirme?

Das ganze passierte im Februar 2013 während der London Fashion Week, ausgedacht hatte sich die Aktion die lettische Designerin Sarmite Ostanevica. Sie verwandelte Londons Straßen kurzerhand in einen Laufsteg und schickte die Models, gewandet in ihre neue Kollektion „Sculpture Wedding“, direkt hinaus zu den Modebegeisterten.

„Um noch mehr Aufmerksamkeit auf die Models und die Kleider zu lenken, fragte die Modeschöpferin bei uns an, ob sie unsere Schirme für die Aktion einsetzen dürfe“, berichtet Nienke Veenstra, Marketing Managerin des niederländischen Schirmherstellers Senz Umbrellas. „Das war eine Riesenkompliment für uns: Sarmite Ostanevica war vor allem wegen des besonderen Design begeistert von unseren Schirmen, und wollte sie als Hingucker für ihre ungewöhnliche Modenschau einsetzen“, so Veenstra.

Dabei haben die Senz-Schirme ihre außergewöhnliche Form in erster Linie aus technischen Gründen: 2006 hatten sich drei Design-Studenten in Delft zusammengetan, weil sie die Nase voll hatten von Schirmen, die bei jedem kräftigen Windstoß umklappten und unbrauchbar wurden. Sie verwendeten Fiberglas für das Gestänge und reißfestes Material für das Dach, vor allem aber entwickelten sie eine neue, sturmsichere Form, die das Umschlagen des Schirms verhindert – und ihn so zugleich zu einem echten Eyecatcher macht. Kein Wunder, dass die Schirme bald auch für den Einsatz im b2b-Bereich gefragt waren: Aufmerksamkeit zu erzeugen ist bekanntlich das A und O bei einem Promotion-Artikel.

„A“ und „O“ machten daher auch die Menschen in London, als sie die gut beschirmten und gekleideten Wesen an sich vorbeischweben sahen. Begleitet wurde die ganze Aktion außerdem von mehreren Mode-Fotografen, über Facebook, Twitter und den Blog der Designerin konnten auch die Fans des Modelables die Aktion verfolgen, die an dem Tag nicht in London waren.

www.senzumbrellas.com